Webinarreihe für gesunde Performance in Veränderungsprozessen


Mitten im Kulturwandel – und die Mitarbeitenden gehen nicht mit?

Die Kultur ist das Herzstück eines Unternehmens. Über viele Jahre gewachsen und fest etabliert, hält sie das Unternehmen am Leben und ist dafür verantwortlich, wie agiert wird, das Miteinander läuft, welches Verhalten an den Tag gelegt wird und vieles mehr. In unserer volatilen und von Veränderungen geprägten Welt stellen viele Führungskräfte und Inhaber vermehrt fest, dass ihre Kultur nicht mehr zu den harten und schnelllebigen Wettbewerbsbedingungen am Markt passt und oftmals noch von „altem Denken“ geprägt ist. Daher ist es ihnen ein großes Anliegen, ihre Kultur zu ändern. Doch was, wenn die Mitarbeitenden nicht mitziehen?

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Soll die Unternehmenskultur verändert werden, dann kommt es bei vielen Mitarbeitenden zu Aussagen wie: „Wir haben das doch immer so gemacht, warum sollen wir uns jetzt verändern?“ „Das ist doch nur wieder so ein Trend, der nichts bringt!“ „Wir werden nie gefragt oder vom Topmanagement einbezogen.“ „Was passiert mit mir, meinem Arbeitsplatz und meiner Zukunft im Unternehmen?“ „Die Tradition wird nicht geschätzt.“ Eine Veränderung der Unternehmenskultur ist sehr komplex und häufig ein langwieriger Prozess, der auch aufgrund solcher Aussagen in der Praxis scheitern kann.

Veränderungen verstehen und Positives daraus ziehen

Etwas zu verändern, was schon viele Jahre im Unternehmen gelebt wurde, ist nicht einfach und wird auch nicht von jedem positiv begrüßt. Häufig kommt es zunächst zu einem Widerstand der Beteiligten, der sich z. B. in den oben genannten Aussagen widerspiegelt. Ist es klar, dass Veränderungen notwendig und unvermeidlich sind, löst das auch ein gewisses Gefühl von Zwang aus, welches schnell zu kollektivem Unmut und negativer Stimmung führen kann. Das erschwert und blockiert den nötigen Wandel, der für das Unternehmen wichtig ist, um zukunftsfähig zu sein und zu bleiben. Auch wenn Menschen über viele Jahre hinweg bestimmte Gewohnheiten verankert haben, so sind sie dennoch in der Lage, diese jederzeit und in jedem Alter zu verändern. Wir haben also immer die Möglichkeit, zu reflektieren und unser Verhalten anzupassen und unsere Gewohnheiten zu verändern. Das ist vielleicht nicht so leicht und ein längerer Prozess, dennoch ist es möglich. In vielen Unternehmen erhält dieser Aspekt eine geringe Aufmerksamkeit. Dort werden neue Regeln und Werte implementiert, um den Kulturwandel voranzubringen, während das Mindset ausgeblendet oder weniger beachtet wird. Doch gerade dieses ist entscheidend. Die Gefahr besteht darin, dass der Misserfolg oder das Scheitern einer Veränderung oftmals auf die Maßnahmen geschoben wird, anstatt auf die Umsetzung. Werden Mitarbeitende, die noch nicht so weit sind, gedrängt und beschleunigt, ist das eine der häufigsten Ursachen, warum eine Veränderung in der Praxis kippt.  

Führungskräfte im Wandel gestalten die Zukunft

In der Praxis stehen bei den meisten Führungskräften die Zielerreichung und Performance im Vordergrund, wobei Inspiration und Motivation in den Hintergrund geraten. Das kann an der einen oder anderen Stelle dazu führen, dass die Mitarbeitenden den Sinn und Zweck einer Veränderung gar nicht verstehen und deshalb blockieren. Erkennen sie allerdings die praktischen Vorteile, die daraus für sie selbst und ihr Team entstehen und verstehen, warum das Unternehmen nun anders tickt und auch manche Dinge anders gemacht werden sollten, erkennen sie das Positive daran und es fällt ihnen leichter, Denk- und Verhaltensmuster anzupassen. Ein weiterer Punkt, den Führungskräfte in einer Veränderung beachten sollten, ist ihre Haltung. Was steht im Fokus? Die Fehler, die gemacht wurden? Das, was schiefläuft – wer seine Ziele nicht erreicht hat? Oder weitere Missstände, die immer wieder auf den Tisch kommen? Damit alte Denk- und Verhaltensmuster bei Mitarbeitenden aufbrechen, ist es unterstützend, dass diese reflektiert und durch neue positiv besetzt werden. Heben Sie als Führungskraft zum Beispiel hervor, was alles richtig gemacht wurde, was gut läuft und bereits funktioniert. Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf das Positive und verstärken Sie diese Gefühle, um zum neuen gewünschten Zustand der Organisation zu kommen. Das können Sie erreichen, indem Prozesse, Aufgaben und Rahmenbedingungen genau darauf ausgelegt werden. Eine Botschaft hier könnte lauten: „So wollen wir das in Zukunft machen.“ Im ersten Moment mag das irritierend klingen, doch viele Unternehmen haben mit dieser Haltungsänderung bereits einen Umschwung erreicht.

Veränderungen brauchen Mut

Traditionelle Führungsmodelle und strikte Hierarchien werden inzwischen immer mehr zum Auslaufmodell. Jetzt und in Zukunft gewinnt die Unterstützung der Mitarbeitenden in ihrer Autonomie, Selbstverantwortung und im kollaborativen Arbeiten zunehmend an Relevanz. Die Arbeitswelt wird in den kommenden Jahren von ausprobieren, Stärkeneinbringen, Transparenz, Teamarbeit und auch mal Entscheidungen treffen, die nicht bis zur obersten Führungsebene durchgereicht werden müssen, geprägt sein. Zudem sollten Mitarbeitende als Menschen wahrgenommen und ein Umfeld im Unternehmen ermöglicht werden, in denen diese ihr Potenzial einbringen und weiterentwickeln können. Wenn dies gelingt, dann sind Menschen inspiriert, engagiert und empowert. Das ist nicht nur für die Mitarbeitenden, sondern auch für das gesamte Unternehmen gewinnbringend.

Der Kulturwandel macht viel mehr Freude, wenn:

  • die Mitarbeitenden aktiv miteinbezogen werden,
  • eine offene und transparente Kommunikation stattfindet,
  • Sie als Führungskraft offen für den Wandel sind und Werte wie Vertrauen, Transparenz, Agilität, Wertschätzung etc. verinnerlicht haben,
  • eine gute Feedback-Kultur, Freiräume und Entwicklungschancen gegeben werden,
  • die Gesundheit gestärkt wird – psychisch und physisch. Achten Sie darauf, dass Pausen eingeplant und eingehalten werden, schaffen Sie sinnstiftende Tätigkeiten, geben Sie Raum zur Selbstverwirklichung und fördern Sie die Entwicklung der Mitarbeitenden.

Es braucht Mut, all dies zu tun und neue Wege zu gehen und die Haltung der positiven Führung zu kultivieren.

Positive Führung – ein Erfolgsfaktor für Unternehmen

Der Erfolg eines positiven Führungsansatzes ist wissenschaftlich bewiesen und hat sich in der Praxis bereits bestätigt. Jeder, der diesen Ansatz verfolgt, erlebt, dass ein weg von Defiziten und Mängeln hin zu mehr Stärke, Kompetenzen, Sinn, Beziehung usw. mehr Erfolge bringt. Dieser wissenschaftlich belegte Ansatz ist auch auf die Ökonomie übertragen worden. Also gerade für Unternehmen wirtschaftlich sehr interessant. Der Hauptfaktor für den Unternehmenserfolg ist hierbei die positive Führung und infolgedessen die Mitarbeiterzufriedenheit, aus der sich wiederum eine höhere Kundenzufriedenheit ergibt. Auch das ist wissenschaftlich belegt. Eine Führungskraft, die sich ernsthaft mit Themen wie Wertschätzung, Ressourcensteuerung und -pflege, Beziehungen, Sinn der Arbeit, positiven Emotionen, Job Crafting sowie den Arbeitsbedingungen beschäftigt, hat vor Augen, dass Menschen im Unternehmen deutlich besser und zufriedener arbeiten, wenn sie im sogenannten Flow sind. Ist eine Führungskraft selbst in diesem Flow, dient sie auch als Vorbild für ihre Mitarbeitenden.

Führungskräfte, die

  • ihrem Team und ihren Mitarbeitenden mit Wertschätzung begegnen,
  • Ressourcenorientierung vorleben,
  • den Zusammenhalt ihrer Mitarbeitenden fördern,
  • qualitative Beziehungen pflegen und
  • Sinn in der Arbeit vermitteln können,

verzeichnen eine Leistungssteigerung und positive Ergebnisse. Probieren Sie es gerne einmal aus. Beispielsweise, indem Sie in Meetings, vor allem, wenn sie regelmäßig und in ähnlicher Zusammensetzung stattfinden, meistens mit einem Blitzlicht starten. Hier berichten alle Teammitglieder nacheinander kurz, wie es ihnen geht. Erfahrungsgemäß wird hier eher dem Frust viel Raum gegeben. Das ist ganz natürlich, allerdings nicht sehr produktiv. Also starten Sie doch einmal damit, dass Sie Ihre Mitarbeitenden bitten, reihum ein oder zwei Begebenheiten zu erzählen, die gut gelaufen sind, auf die die Person stolz ist, sich gefreut hat und ähnliches. Sie dürfen auch gerne starten, dann fällt es den Mitarbeitenden leichter, selbst von positiven Erlebnissen zu berichten. Zu beachten ist dabei, dass es nicht darum geht, Probleme komplett zu ignorieren, doch die Reihenfolge und Intensität, in der man sich den positiven wie negativen Thematiken widmet, ist entscheidend.

Wenn auch Sie noch mehr praktische Hilfestellung möchten, um mit einer gesunden Performance durch Zeiten der Veränderung zu gehen, dann melden Sie sich für unser kostenloses Webinar „Energiegeladen – Vitalität in Zeiten der Veränderung“ am Freitag, den 16. September 2022 an. Dort erfahren Sie in 60 Minuten, wie Sie Ihre eigene Performance und die Ihres Teams steigern.